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Influ­en­cer Koope­ra­tio­nen: mit wie vie­len Influencer*innen sol­len wir zusam­men arbeiten?

Wenn ich mit (poten­ti­el­len) Kund*innen spre­che, und erzäh­le dass eine unse­rer Leis­tun­gen Influ­en­cer Mar­ke­ting ist, kommt ganz oft die Fra­ge: “Macht es eigent­lich mehr Sinn mit vie­len unter­schied­li­chen Influencer*innen zusam­men zu arbei­ten, oder lie­ber mit 1 oder 2?”

Pau­schal kann ich die Fra­ge so nicht beant­wor­ten. Ich stel­le mei­nen Kund*innen dann eini­ge Fragen:

  1. Wer ist eure Ziel­grup­pe? Habt ihr eine sehr spit­ze Ziel­grup­pe, oder doch eine sehr breite?
  2. Was ist das Ziel der Koope­ra­ti­on? Wollt ihr die Mar­ke bekannt machen? Wollt ihr Ver­käu­fe erzie­len? Steht Brand­buil­ding im Vordergrund?
  3. Wie groß ist euer Bud­get? Ist es bud­ge­tär mög­lich, meh­re­re Kam­pa­gnen bei meh­re­ren Influencer*innen einzubuchen?

Spie­len wir mal zwei Fäl­le durch: 

Fall 1:

Ihr seid ein Schmuck­ge­schäft aus Wien, habt einen Online-Shop, macht monat­lich hohe 5‑Stellige Umsät­ze und ver­sen­det EU-weit. Eure Ziel­grup­pe ist vor­ran­gig aus der DACH Regi­on, weib­lich und unter 40. Der Schmuck kos­tet zwi­schen 50 und 150€. Ihr habt die Res­sour­cen im Unter­neh­men, vie­le Bestel­lun­gen inner­halb kür­zes­ter Zeit abzu­ar­bei­ten. Euer Ziel ist einer­seits die Stei­ge­rung der Mar­ken­be­kannt­heit, ande­rer­seits die Absatz­stei­ge­rung. Ihr habt ein 4‑stelliges Bud­get und Per­so­nen im Unter­neh­men, die die Koope­ra­tio­nen abwickeln.

Fall 2: 

Ihr seid ein klei­nes Wie­ner Schmuck­la­bel. Ihr habt aktu­ell kei­nen Online­shop und habt vie­le Schmuck­stü­cke, die indi­vi­du­ell gra­viert wer­den. Euer Team besteht aus 3 Leu­ten. Der Schmuck kos­tet zwi­schen 20 und 100€. Eure Ziel­grup­pe ist vor­ran­gig weib­lich, unter 35 und lebt/arbeitet in Wien. Dadurch dass ihr kei­nen Online­shop habt, kom­men alle Kund*innen zu euch und kau­fen vor Ort. Euer Ziel ist es, die neue Kol­lek­ti­on bekann­ter zu machen. 

Im ers­ten Fall macht es sicher­lich Sinn, mit meh­re­ren Influencer*innen zusam­men zu arbei­ten. Das Unter­neh­men hat meh­re­re Ziel­grup­pen in ver­schie­de­nen Städ­ten und Län­dern, die es abzu­de­cken gilt. Gleich­zei­tig gibt es genug Res­sour­cen im Unter­neh­men, alle neu­en Bestel­lun­gen abzu­ar­bei­ten. Außer­dem ist aus­rei­chend Bud­get da, um meh­re­re Koope­ra­tio­nen – zuge­schnit­ten auf unter­schied­li­che Ziel­grup­pen – umzusetzen.

 

Im zwei­ten Fall wür­de ich per­sön­lich auf 1,2 lang­fris­ti­ge Koope­ra­tio­nen bau­en. Einer­seits ist das Bud­get um ein viel­fa­ches klei­ner als im ers­ten Fall, ande­rer­seits ist die Ziel­grup­pe spit­zer, und die Res­sour­cen im Unter­neh­men sind ein­ge­schränk­ter. Eine Koope­ra­ti­on mit Influencer*innen mit einer Ziel­grup­pe die bei­spiels­wei­se zum Groß­teil aus DE kommt, ist nicht ziel­füh­rend, da in dem Fall die Ziel­grup­pe in Wien leben/arbeiten/sein muss, da es kei­nen Online­shop gibt.

Grund­sätz­lich gilt also, dass die Fra­ge nach der Anzahl nicht pau­schal beant­wor­tet wer­den kann. Wenn ihr gera­de erst mit Influ­en­cer Mar­ke­ting star­tet, dann star­tet lie­ber klein und ver­sucht, 1,2 Koope­ra­tio­nen umzu­set­zen. Wenn die­se gut gelau­fen sind, könnt ihr muti­ger wer­den.  Wenn ihr euch unsi­cher seid, wie Koope­ra­tio­nen ablau­fen, dann kom­mu­ni­ziert das den Influencer*innen offen. Gute Influencer*innen erklä­ren euch gern, wie Koope­ra­tio­nen mit ihnen ablau­fen, mit wel­chen Kos­ten und Ergeb­nis­sen ihr rech­nen könnt, und wie sie eine schö­ne Geschich­te um euer Pro­dukt bau­en können.

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