All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen

 

 1.  Gel­tung, Ver­trags­ab­schluss

1.1  maven vien­na (im Fol­gen­den „Agen­tur“ genannt) erbringt ihre Leis­tun­gen aus­schließ­lich auf der Grund­la­ge der nach­fol­gen­den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB). Die­se gel­ten für alle Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen der Agen­tur und der Kund­schaft, selbst wenn nicht aus­drück­lich auf sie Bezug genom­men wird.

1.2  Maß­geb­lich ist jeweils die zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses gül­ti­ge Fas­sung. Neben­ab­re­den, Vor­be­hal­te, Ände­run­gen oder Ergän­zun­gen die­ser all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen bedür­fen zu ihrer Gül­tig­keit der Schrift­form; das gilt auch für das Abwei­chen vom Schrift­form­erfor­der­nis. Ent­ge­gen­ste­hen­de oder von die­sen Geschäfts­be­din­gun­gen abwei­chen­de Bedin­gun­gen des/r Vertragspartner*in wer­den selbst bei Kennt­nis nur dann wirk­sam, wenn sie von der Agen­tur aus­drück­lich und schrift­lich aner­kannt wer­den.

1.3  All­fäl­li­ge Geschäfts­be­din­gun­gen der Kund­schaft wer­den, selbst bei Kennt­nis nicht akzep­tiert, sofern nicht im Ein­zel­fall aus­drück­lich und schrift­lich ande­res ver­ein­bart wird. AGB der Kund­schaft wider­spricht die Agen­tur aus­drück­lich. Eines wei­te­ren Wider­spruchs gegen AGB der Kund­schaft durch die Agen­tur bedarf es nicht.

1.4  Ände­run­gen der AGB wer­den der Kund­schaft bekannt gege­ben und gel­ten als ver­ein­bart, wenn die Kund­schaft den geän­der­ten AGB nicht schrift­lich bin­nen 14 Tagen wider­spricht; auf die Bedeu­tung des Schwei­gens wird die Kund­schaft in der Ver­stän­di­gung aus­drück­lich hin­ge­wie­sen. 

1.5  Soll­ten ein­zel­ne Bestim­mun­gen die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen unwirk­sam sein, so berührt dies die Ver­bind­lich­keit der übri­gen Bestim­mun­gen und der unter ihrer Zugrun­de­le­gung geschlos­se­nen Ver­trä­ge nicht. Die unwirk­sa­me Bestim­mung ist durch eine wirk­sa­me, die dem Sinn und Zweck am nächs­ten kommt, zu erset­zen.

1.6  Basis für den Ver­trags­ab­schluss ist das jewei­li­ge Ange­bot der Agen­tur bzw. der Auf­trag der Kund­schaft, in dem der Leis­tungs­um­fang und die Ver­gü­tung fest­ge­hal­ten sind. Die Ange­bo­te der Agen­tur sind freiblei­bend und unver­bind­lich. Der Ver­trag kommt durch die Annah­me des Auf­trags durch die Agen­tur zustan­de. Die Annah­me hat in Schrift­form (z.B. durch Auf­trags­be­stä­ti­gung) zu erfol­gen, es sei denn, dass die Agen­tur zwei­fels­frei zu erken­nen gibt (z.B. durch Tätig­wer­den auf­grund des Auf­tra­ges), dass sie den Auf­trag annimmt.

2. Soci­al Media Kanä­le

Die Agen­tur weist die Kund­schaft vor Auf­trags­er­tei­lung aus­drück­lich dar­auf hin, dass die Anbie­ten­de von „Soci­al-Media-Kanä­len“ (z.B. Facebook, im Fol­gen­den kurz: Anbie­ten­de) es sich in ihren Nut­zungs­be­din­gun­gen vor­be­hal­ten, Wer­be­an­zei­gen und ‑auf­trit­te aus belie­bi­gen Grund abzu­leh­nen oder zu ent­fer­nen. Die Anbie­ten­de sind dem­nach nicht ver­pflich­tet, Inhal­te und Infor­ma­tio­nen an die Nut­zer wei­ter­zu­lei­ten. Es besteht daher das von der Agen­tur nicht kal­ku­lier­ba­re Risi­ko, dass Wer­be­an­zei­gen und ‑auf­trit­te grund­los ent­fernt wer­den. Im Fall einer Beschwer­de ande­rer Nutzer*innen wird zwar von den Anbie­ten­den die Mög­lich­keit einer Gegen­dar­stel­lung ein­ge­räumt, doch erfolgt auch in die­sem Fall eine sofor­ti­ge Ent­fer­nung der Inhal­te. Die Wie­der­erlan­gung des ursprüng­li­chen, recht­mä­ßi­gen Zustan­des kann in die­sem Fall eini­ge Zeit in Anspruch neh­men. Die Agen­tur arbei­tet auf der Grund­la­ge die­ser Nut­zungs­be­din­gun­gen der Anbie­ten­den, auf die sie kei­nen Ein­fluss hat, und legt die­se auch dem Auf­trag der Kund­schaft zu Grun­de.  Aus­drück­lich aner­kennt die Kund­schaft mit der Auf­trags­er­tei­lung, dass die­se Nut­zungs­be­din­gun­gen die Rech­te und Pflich­ten eines all­fäl­li­gen Ver­trags­ver­hält­nis­ses (mit-)bestimmen. Die Agen­tur beab­sich­tigt, den Auf­trag der Kund­schaft nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen aus­zu­füh­ren und die Richt­li­ni­en von „Soci­al Media Kanä­len“ ein­zu­hal­ten. Auf­grund der der­zeit gül­ti­gen Nut­zungs­be­din­gun­gen und der ein­fa­chen Mög­lich­keit jedes Nut­zen­den, Rechts­ver­let­zun­gen zu behaup­ten und so eine Ent­fer­nung der Inhal­te zu errei­chen, kann die Agen­tur aber nicht dafür ein­ste­hen, dass die beauf­trag­te Kam­pa­gne auch jeder­zeit abruf­bar ist.

3. Kon­zept- und Ide­en­schutz

Hat die Kund­schaft  die Agen­tur vor­ab bereits ein­ge­la­den, ein Kon­zept zu erstel­len, und kommt die Agen­tur die­ser Ein­la­dung noch vor Abschluss des Haupt­ver­tra­ges nach, so gilt nach­ste­hen­de Rege­lung:

3.1  Bereits durch die Ein­la­dung und die Annah­me der Ein­la­dung durch die Agen­tur tre­ten die poten­ti­el­le Kund­schaft und die Agen­tur in ein Ver­trags­ver­hält­nis („Pit­ching-Ver­trag“). Auch die­sem Ver­trag lie­gen die AGB zu Grun­de.

3.2  Die poten­ti­el­le Kund­schaft erkennt an, dass die Agen­tur bereits mit der Kon­zep­ter­ar­bei­tung kos­ten­in­ten­si­ve Vor­leis­tun­gen erbringt, obwohl er selbst noch kei­ne Leis­tungs­pflich­ten über­nom­men hat.

3.3  Das Kon­zept unter­steht in sei­nen sprach­li­chen und gra­fi­schen Tei­len, soweit die­se Werk­hö­he errei­chen, dem Schutz des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes. Eine Nut­zung und Bear­bei­tung die­ser Tei­le ohne Zustim­mung der Agen­tur ist die poten­ti­el­le Kund­schaft schon auf Grund des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes nicht gestat­tet.

3.4  Das Kon­zept ent­hält dar­über hin­aus wer­be­re­le­van­te Ide­en, die kei­ne Werk­hö­he errei­chen und damit nicht den Schutz des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes genie­ßen. Die­se Ide­en ste­hen am Anfang jedes Schaf­fens­pro­zes­ses und kön­nen als zün­den­der Fun­ke alles spä­ter Her­vor­ge­brach­ten und somit als Ursprung von Ver­mark­tungs­stra­te­gie defi­niert wer­den. Daher sind jene Ele­men­te des Kon­zep­tes geschützt, die eigen­ar­tig sind und der Ver­mark­tungs­stra­te­gie ihre cha­rak­te­ris­ti­sche Prä­gung geben. Als Idee im Sin­ne die­ser Ver­ein­ba­rung wer­den ins­be­son­de­re Wer­be­schlag­wör­ter, Wer­be­tex­te, Gra­fi­ken und Illus­tra­tio­nen, Wer­be­mit­tel usw. ange­se­hen, auch wenn sie kei­ne Werk­hö­he errei­chen.

3.5  Die poten­ti­el­le Kund­schaft ver­pflich­tet sich, es zu unter­las­sen, die­se von der Agen­tur im Rah­men des Kon­zep­tes prä­sen­tier­ten krea­ti­ven Wer­be­i­de­en außer­halb des Kor­rek­tivs eines spä­ter abzu­schlie­ßen­den Haupt­ver­tra­ges wirt­schaft­lich zu ver­wer­ten bzw. ver­wer­ten zu las­sen oder zu nut­zen bzw. nut­zen zu las­sen.

3.6  Sofern die poten­ti­el­le Kund­schaft der Mei­nung ist, dass ihm von der Agen­tur Ide­en prä­sen­tiert wur­den, auf die er bereits vor der Prä­sen­ta­ti­on gekom­men ist, so hat er dies der Agen­tur bin­nen 14 Tagen nach dem Tag der Prä­sen­ta­ti­on per E‑Mail unter Anfüh­rung von Beweis­mit­teln, die eine zeit­li­che Zuord­nung erlau­ben, bekannt zu geben.

3.7  Im gegen­tei­li­gen Fall gehen die Ver­trags­par­tei­en davon aus, dass die Agen­tur die poten­ti­el­le Kund­schaft eine für ihn neue Idee prä­sen­tiert hat. Wird die Idee von die poten­ti­el­le Kund­schaft ver­wen­det, so ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Agen­tur dabei ver­dienst­lich wur­de.

3.8  Die poten­ti­el­le Kund­schaft kann sich von sei­nen Ver­pflich­tun­gen aus die­sem Punkt durch Zah­lung einer ange­mes­se­nen Ent­schä­di­gung zuzüg­lich 20 % Umsatz­steu­er befrei­en. Die Befrei­ung tritt erst nach voll­stän­di­gem Ein­gang der Zah­lung der Ent­schä­di­gung bei der Agen­tur ein.

 

4. Leis­tungs­um­fang, Auf­trags­ab­wick­lung und Mit­wir­kungs­pflich­ten der Kund­schaft

4.1. Der Umfang der zu erbrin­gen­den Leis­tun­gen ergibt sich aus dem Auf­trag der Kund­schaft bzw. der Leis­tungs­be­schrei­bung oder den Anga­ben im Ver­trag, sowie dem all­fäl­li­gen Brie­fing­pro­to­koll („Ange­bots­un­ter­la­gen“). Nach­träg­li­che Ände­run­gen des Leis­tungs­in­hal­tes bedür­fen der schrift­li­chen Bestä­ti­gung durch die Agen­tur. Inner­halb des von der Kund­schaft vor­ge­ge­ben Rah­mens besteht bei der Erfül­lung des Auf­tra­ges Gestal­tungs­frei­heit der Agen­tur.

4.2  Alle Leis­tun­gen der Agen­tur sind von der Kund­schaft zu über­prü­fen und von ihm bin­nen zwei Werk­ta­gen ab Ein­gang bei der Kund­schaft frei­zu­ge­ben. Nach Ver­strei­chen die­ser Frist ohne Rück­mel­dung der Kund­schaft gel­ten sie als von der Kund­schaft geneh­migt.

4.3  Die Kund­schaft wird der Agen­tur zeit­ge­recht und voll­stän­dig alle Infor­ma­tio­nen und Unter­la­gen zugäng­lich machen, die für die Erbrin­gung der Leis­tung erfor­der­lich sind. Er wird sie von allen Umstän­den infor­mie­ren, die für die Durch­füh­rung des Auf­tra­ges von Bedeu­tung sind, auch wenn die­se erst wäh­rend der Durch­füh­rung des Auf­tra­ges bekannt wer­den. Die Kund­schaft trägt den Auf­wand, der dadurch ent­steht, dass Arbei­ten infol­ge sei­ner unrich­ti­gen, unvoll­stän­di­gen oder nach­träg­lich geän­der­ten Anga­ben von der Agen­tur wie­der­holt wer­den müs­sen oder ver­zö­gert wer­den.

4.4  Die Kund­schaft ist wei­ters ver­pflich­tet, die für die Durch­füh­rung des Auf­tra­ges zur Ver­fü­gung gestell­ten Unter­la­gen (Fotos, Logos etc.) auf all­fäl­li­ge Urheber‑, Marken‑, Kenn­zei­chen­rech­te oder sons­ti­ge Rech­te Drit­ter zu prü­fen (Rech­teclea­ring) und garan­tiert, dass die Unter­la­gen frei von Rech­ten Drit­ter sind und daher für den ange­streb­ten Zweck ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Die Agen­tur haf­tet im Fal­le bloß leich­ter Fahr­läs­sig­keit oder nach Erfül­lung ihrer Warn­pflicht – jeden­falls im Innen­ver­hält­nis zur Kund­schaft – nicht wegen einer Ver­let­zung der­ar­ti­ger Rech­te Drit­ter durch zur Ver­fü­gung gestell­te Unter­la­gen. Wird die Agen­tur wegen einer sol­chen Rechts­ver­let­zung von einem Drit­ten in Anspruch genom­men, so hält die Kund­schaft die Agen­tur schad- und klag­los; er hat ihr sämt­li­che Nach­tei­le zu erset­zen, die ihr durch eine Inan­spruch­nah­me Drit­ter ent­ste­hen, ins­be­son­de­re die Kos­ten einer ange­mes­se­nen recht­li­chen Ver­tre­tung. Die Kund­schaft ver­pflich­tet sich, die Agen­tur bei der Abwehr von all­fäl­li­gen Ansprü­chen Drit­ter zu unter­stüt­zen. Die Kund­schaft stellt der Agen­tur hier­für unauf­ge­for­dert sämt­li­che Unter­la­gen zur Ver­fü­gung.

 

5. Fremd­leis­tun­gen / Beauf­tra­gung Drit­ter

5.1  Die Agen­tur ist nach frei­em Ermes­sen berech­tigt, die Leis­tung selbst aus­zu­füh­ren, sich bei der Erbrin­gung von ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Leis­tun­gen sach­kun­di­ger Drit­ter als Erfül­lungs­ge­hil­fen zu bedie­nen und/oder der­ar­ti­ge Leis­tun­gen zu sub­sti­tu­ie­ren („Fremd­leis­tung“).

5.2. Die Beauf­tra­gung von Besor­gungs­ge­hil­fen erfolgt ent­we­der im eige­nen Namen oder im Namen der Kund­schaft, in jedem Fall aber auf Rech­nung der Kund­schaft. Die Agen­tur wird die­sen Drit­ten sorg­fäl­tig aus­wäh­len und dar­auf ach­ten, dass die­ser über die erfor­der­li­che fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fügt.

5.3  In Ver­pflich­tun­gen gegen­über Drit­ten, die über die Ver­trags­lauf­zeit hin­aus­ge­hen, hat die Kund­schaft ein­zu­tre­ten. Das gilt aus­drück­lich auch im Fal­le einer Kün­di­gung des Agen­tur­ver­tra­ges aus wich­ti­gem Grund.

 

6. Ter­mi­ne

6.1. Frist- und Ter­min­ab­spra­chen sind schrift­lich fest­zu­hal­ten bzw. zu bestä­ti­gen. Die Agen­tur bemüht sich die ver­ein­bar­ten Ter­mi­ne ein­zu­hal­ten. Die Nicht­ein­hal­tung der Ter­mi­ne berech­tigt der Kund­schaft aller­dings erst dann zur Gel­tend­ma­chung der ihm gesetz­lich zuste­hen­den Rech­te, wenn er der Agen­tur eine ange­mes­se­ne, min­des­tens aber 14 Tage wäh­ren­de Nach­frist gewährt hat. Die­se Frist beginnt mit dem Zugang eines Mahn­schrei­bens an die Agen­tur.

6.2. Nach frucht­lo­sem Ablauf der Nach­frist kann die Kund­schaft vom Ver­trag zurück­tre­ten. Scha­den­er­satz­an­sprü­che der Kund­schaft wegen Nicht­er­fül­lung oder Ver­zug sind aus­ge­schlos­sen, aus­ge­nom­men bei Nach­weis von Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit.

6.3. Unab­wend­ba­re oder unvor­her­seh­ba­re Ereig­nis­se – ins­be­son­de­re Ver­zö­ge­run­gen bei Auf­trag­neh­mern der Agen­tur – ent­bin­den die Agen­tur jeden­falls von der Ein­hal­tung des ver­ein­bar­ten Lie­fer­ter­mins. Glei­ches gilt, wenn die Kund­schaft mit sei­nen zur Durch­füh­rung des Auf­trags not­wen­di­gen Ver­pflich­tun­gen (z.B. Bereit­stel­lung von Unter­la­gen oder Infor­ma­tio­nen), im Ver­zug ist. In die­sem Fall wird der ver­ein­bar­te Ter­min zumin­dest im Aus­maß des Ver­zugs ver­scho­ben.

6.4  Ver­zö­gert sich die Lieferung/Leistung der Agen­tur aus Grün­den, die sie nicht zu ver­tre­ten hat, wie z.B. Ereig­nis­se höhe­rer Gewalt und ande­re unvor­her­seh­ba­re, mit zumut­ba­ren Mit­teln nicht abwend­ba­re Ereig­nis­se, ruhen die Leis­tungs­ver­pflich­tun­gen für die Dau­er und im Umfang des Hin­der­nis­ses und ver­län­gern sich die Fris­ten ent­spre­chend. Sofern sol­che Ver­zö­ge­run­gen mehr als zwei Mona­te andau­ern, sind die Kund­schaft und die Agen­tur berech­tigt, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten.

 

7. Vor­zei­ti­ge Auf­lö­sung

7.1  Die Agen­tur ist berech­tigt, den Ver­trag aus wich­ti­gen Grün­den mit sofor­ti­ger Wir­kung auf­zu­lö­sen. Ein wich­ti­ger Grund liegt ins­be­son­de­re vor, wenn

  1. a) die Aus­füh­rung der Leis­tung aus Grün­den, die Kund­schaft zu ver­tre­ten hat, unmög­lich wird oder trotz Set­zung einer Nach­frist von 14 Tagen wei­ter ver­zö­gert wird
  2. b) die Kund­schaft fort­ge­setzt, trotz schrift­li­cher Abmah­nung mit einer Nach­frist­set­zung von 14 Tagen, gegen wesent­li­che Ver­pflich­tun­gen aus die­sem Ver­trag, wie z.B. Zah­lung eines fäl­lig gestell­ten Betra­ges oder Mit­wir­kungs­pflich­ten, ver­stößt.
  3. c) berech­tig­te Beden­ken hin­sicht­lich der Boni­tät der Kund­schaft bestehen und die­ser auf Begeh­ren der Agen­tur weder Vor­aus­zah­lun­gen leis­tet noch vor Leis­tung der Agen­tur eine taug­li­che Sicher­heit leis­tet;

7.2  Die Kund­schaft ist berech­tigt, den Ver­trag aus wich­ti­gen Grün­den ohne Nach­frist­set­zung auf­zu­lö­sen. Ein wich­ti­ger Grund liegt ins­be­son­de­re dann vor, wenn die Agen­tur fort­ge­setzt, trotz schrift­li­cher Abmah­nung mit einer ange­mes­se­nen Nach­frist von zumin­dest 14 Tagen zur Behe­bung des Ver­trags­ver­sto­ßes gegen wesent­li­che Bestim­mun­gen aus die­sem Ver­trag ver­stößt.

 

8. Hono­rar

8.1. Wenn nichts ande­res ver­ein­bart ist, ent­steht der Hono­rar­an­spruch der Agen­tur für jede ein­zel­ne Leis­tung, sobald die­se erbracht wur­de. Die Agen­tur ist berech­tigt, zur Deckung ihres Auf­wan­des Vor­schüs­se zu ver­lan­gen.

8.2. Alle Leis­tun­gen der Agen­tur, die nicht aus­drück­lich durch das ver­ein­bar­te Hono­rar abge­gol­ten sind wer­den geson­dert ent­lohnt. Alle der Agen­tur erwach­sen­den Bar­aus­la­gen z. B. für Boten­diens­te, Ver­sand­kos­ten oder Rei­sen, sind von der Kund­schaft zu erset­zen.

8.3. Kos­ten­vor­anschlä­ge der Agen­tur sind grund­sätz­lich unver­bind­lich. Wenn abzu­se­hen ist, dass die tat­säch­li­chen Kos­ten die von der Agen­tur schrift­lich ver­an­schlag­ten um mehr als 20% über­stei­gen, wird die Agen­tur die Kund­schaft auf die höhe­ren Kos­ten hin­wei­sen. Die Kos­ten­über­schrei­tung gilt als von der Kund­schaft geneh­migt, wenn die Kund­schaft nicht bin­nen drei Tagen nach die­sem Hin­weis schrift­lich wider­spricht und gleich­zei­tig kos­ten­güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ven bekannt gibt.

8.4. Für alle Arbei­ten der Agen­tur, die aus wel­chem Grund auch immer von der Kund­schaft nicht zur Aus­füh­rung gebracht wer­den, gebührt der Agen­tur eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung. Mit der Bezah­lung die­ser Ver­gü­tung erwirbt die Kund­schaft an die­sen Arbei­ten kei­ner­lei Rech­te; nicht aus­ge­führ­te Kon­zep­te, Ent­wür­fe und sons­ti­ge Unter­la­gen sind viel­mehr unver­züg­lich der Agen­tur zurück­zu­stel­len.

8.5. Ver­ein­bar­te Leis­tun­gen (zB. Stun­den­pa­ke­te) müs­sen auch dann ver­gü­tet wer­den, wenn die­se nicht in vol­lem Aus­maß genutzt wer­den, obwohl dies nicht von der Agen­tur ver­schul­det ist. Durch das Frei­hal­ten der Kapa­zi­tä­ten kön­nen kei­ne ande­ren Auf­trä­ge ange­nom­men wer­den, wes­we­gen das Hono­rar trotz­dem in Rech­nung gestellt wird, und die Stun­den nicht in den Fol­ge­mo­nat über­nom­men wer­den.

8.6. Das Hono­rar ver­steht sich als Net­to-Hono­rar zuzüg­lich der Umsatz­steu­er in gesetz­li­cher Höhe. Man­gels Ver­ein­ba­rung im Ein­zel­fall hat die Agen­tur für die erbrach­ten Leis­tun­gen und die Über­las­sung der urhe­ber- und kenn­zei­chen­recht­li­chen Nut­zungs­rech­te Anspruch auf Hono­rar in der markt­üb­li­chen Höhe.

8.7. Wenn die Kund­schaft in Auf­trag gege­be­ne Arbei­ten ohne Ein­bin­dung der Agen­tur – unbe­scha­det der lau­fen­den sons­ti­gen Betreu­ung durch die­se – ein­sei­tig ändert oder abbricht, hat er der Agen­tur die bis dahin erbrach­ten Leis­tun­gen ent­spre­chend der Hono­rar­ver­ein­ba­rung zu ver­gü­ten und alle ange­fal­le­nen Kos­ten zu erstat­ten. Sofern der Abbruch nicht durch eine grob fahr­läs­si­ge oder vor­sätz­li­che Pflicht­ver­let­zung der Agen­tur begrün­det ist, hat die die Kund­schaft der Agen­tur dar­über hin­aus das gesam­te für die­sen Auf­trag ver­ein­bar­te Hono­rar (Pro­vi­si­on) zu erstat­ten, wobei die Anrech­nungs­ver­gü­tung des § 1168 AGBG aus­ge­schlos­sen wird. Wei­ters ist die Agen­tur bezüg­lich all­fäl­li­ger Ansprü­che Drit­ter, ins­be­son­de­re von Auf­trag­neh­mern der Agen­tur, schad- und klag­los zu stel­len. Mit der Bezah­lung des Ent­gelts erwirbt die Kund­schaft an bereits erbrach­ten Arbei­ten kei­ner­lei Nut­zungs­rech­te; nicht aus­ge­führ­te Kon­zep­te, Ent­wür­fe und sons­ti­ge Unter­la­gen sind viel­mehr unver­züg­lich der Agen­tur zurück­zu­stel­len.

 

9. Zah­lung, Eigen­tums­vor­be­halt

9.1. Die Rech­nun­gen der Agen­tur wer­den ab Rech­nungs­da­tum fäl­lig und sind, sofern nichts ande­res ver­ein­bart wur­de, bin­nen sie­ben Kalen­der­ta­gen ab Erhalt der Rech­nung zu bezah­len. Dies gilt auch für die Wei­ter­ver­rech­nung sämt­li­cher Bar­aus­la­gen und sons­ti­ger Auf­wen­dun­gen. Bei ver­spä­te­ter Zah­lung gel­ten Ver­zugs­zin­sen in der Höhe von 10% p.a. als ver­ein­bart. Gelie­fer­te Waren blei­ben bis zur voll­stän­di­gen Bezah­lung Eigen­tum der Agen­tur.

9.2. Die Kund­schaft ver­pflich­tet sich, alle mit der Ein­trei­bung der For­de­rung ver­bun­de­nen Kos­ten und Auf­wän­de, wie ins­be­son­de­re Inkas­so­spe­sen oder sons­ti­ge für eine zweck­ent­spre­chen­de Rechts­ver­fol­gung not­wen­di­ge Kos­ten, zu tra­gen.

9.3. Im Fal­le des Zah­lungs­ver­zu­ges der Kund­schaft kann die Agen­tur sämt­li­che, im Rah­men ande­rer mit der Kund­schaft abge­schlos­se­ner Ver­trä­ge, erbrach­ten Leis­tun­gen und Teil­leis­tun­gen sofort fäl­lig stel­len. Wei­ters ist die Agen­tur nicht ver­pflich­tet, wei­te­re Leis­tun­gen bis zur Beglei­chung des aus­haf­ten­den Betra­ges zu erbrin­gen (Zurück­be­hal­tungs­recht). Die Ver­pflich­tung zur Ent­gelt­zah­lung bleibt davon unbe­rührt.

9.4. Wur­de die Bezah­lung in Raten ver­ein­bart, so behält sich die Agen­tur für den Fall der nicht frist­ge­rech­ten Zah­lung von Teil­be­trä­gen oder Neben­for­de­run­gen das Recht vor, die sofor­ti­ge Bezah­lung der gesam­ten noch offe­nen Schuld zu for­dern (Ter­min­ver­lust).

9.5. Die Kund­schaft ist nicht berech­tigt, mit eige­nen For­de­run­gen gegen For­de­run­gen der Agen­tur auf­zu­rech­nen, außer die For­de­rung der Kund­schaft wur­de von der Agen­tur schrift­lich aner­kannt oder gericht­lich fest­ge­stellt. Ein Zurück­be­hal­tungs­recht der Kund­schaft wird aus­ge­schlos­sen.

9.6. Die Agen­tur ist berech­tigt, dem Auf­trag­ge­ber Rech­nun­gen auch in elek­tro­ni­scher Form zu über­mit­teln. Die Kund­schaft erklärt sich mit der Zusen­dung von Rech­nun­gen in elek­tro­ni­scher Form durch die Agen­tur aus­drück­lich ein­ver­stan­den.

 

10.  Eigen­tums­recht und Urhe­ber­recht

10.1.   Alle Leis­tun­gen der Agen­tur ein­schließ­lich jener aus Prä­sen­ta­tio­nen, auch ein­zel­ne Tei­le dar­aus, blei­ben eben­so wie die ein­zel­nen Werk­stü­cke und Ent­wurfs­o­ri­gi­na­le im Eigen­tum der Agen­tur und kön­nen von der Agen­tur jeder­zeit – ins­be­son­de­re bei Been­di­gung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses – zurück­ver­langt wer­den. Die Kund­schaft erwirbt durch Zah­lung des Hono­rars nur das Recht der Nut­zung (ein­schließ­lich Ver­viel­fäl­ti­gung) zum ver­ein­bar­ten Zweck und im ver­ein­bar­ten Nut­zungs­um­fang. Ohne gegen­tei­li­ge Ver­ein­ba­rung mit der Agen­tur darf die Kund­schaft die Leis­tun­gen der Agen­tur nur selbst und nur für die Dau­er des Agen­tur­ver­tra­ges nut­zen. Der Erwerb von Nut­zungs- und Ver­wer­tungs­rech­ten an Leis­tun­gen der Agen­tur setzt in jedem Fall die voll­stän­di­ge Bezah­lung der von der Agen­tur dafür in Rech­nung gestell­ten Hono­ra­re vor­aus.

10.2.   Ände­run­gen von Leis­tun­gen der Agen­tur, wie ins­be­son­de­re deren Wei­ter­ent­wick­lung durch die Kund­schaft oder durch für die­sen tätig wer­den­de Drit­te, sind nur mit aus­drück­li­cher Zustim­mung der Agen­tur und – soweit die Leis­tun­gen urhe­ber­recht­lich geschützt sind – des Urhe­bers zuläs­sig.

10.3.   Für die Nut­zung von Leis­tun­gen der Agen­tur, die über den ursprüng­lich ver­ein­bar­ten Zweck und Nut­zungs­um­fang hin­aus­geht, ist – unab­hän­gig davon, ob die­se Leis­tung urhe­ber­recht­lich geschützt ist – die Zustim­mung der Agen­tur erfor­der­lich. Dafür steht der Agen­tur und dem Urhe­ber eine geson­der­te ange­mes­se­ne Ver­gü­tung zu.

10.4.   Für die Nut­zung von Leis­tun­gen der Agen­tur bzw. von Wer­be­mit­teln, für die die Agen­tur kon­zep­tio­nel­le oder gestal­te­ri­sche Vor­la­gen erar­bei­tet hat, ist nach Ablauf des Agen­tur­ver­tra­ges unab­hän­gig davon, ob die­se Leis­tung urhe­ber­recht­lich geschützt ist oder nicht – eben­falls die Zustim­mung der Agen­tur not­wen­dig.

10.5.   Für Nut­zun­gen gemäß Abs 4. steht der Agen­tur im 1. Jahr nach Ver­trags­en­de ein Anspruch auf die vol­le im abge­lau­fe­nen Ver­trag ver­ein­bar­te Agen­tur­ver­gü­tung zu. Im 2. bzw. 3. Jahr nach Ablauf des Ver­tra­ges nur mehr die Hälf­te bzw. ein Vier­tel der im Ver­trag ver­ein­bar­ten Ver­gü­tung. Ab dem 4. Jahr nach Ver­trags­en­de ist kei­ne Agen­tur­ver­gü­tung mehr zu zah­len.

10.6.   Die Kund­schaft haf­tet der Agen­tur für jede wider­recht­li­che Nut­zung in dop­pel­ter Höhe des für die­se Nut­zung ange­mes­se­nen Hono­rars.

 

11.  Kenn­zeich­nung

11.1 Die Agen­tur ist berech­tigt, auf allen Wer­be­mit­teln und bei allen Wer­be­maß­nah­men auf die Agen­tur und allen­falls auf den Urhe­ber hin­zu­wei­sen, ohne dass die Kund­schaft dafür ein Ent­gelt­an­spruch zusteht.

11.2 Die Agen­tur ist vor­be­halt­lich des jeder­zeit mög­li­chen, schrift­li­chen Wider­rufs der Kund­schaft dazu berech­tigt, auf eige­nen Wer­be­trä­gern und ins­be­son­de­re auf ihrer Inter­net-Web­site mit Namen und Fir­men­lo­go auf die zur Kund­schaft bestehen­de oder vor­ma­li­ge Geschäfts­be­zie­hung hin­zu­wei­sen (Refe­renz­hin­weis).

 

12.  Gewähr­leis­tung und Scha­den­er­satz

12.1.   Die Kund­schaft hat all­fäl­li­ge Män­gel unver­züg­lich, jeden­falls inner­halb von drei Tagen nach Lieferung/Leistung durch die Agen­tur, ver­deck­te Män­gel inner­halb von drei Tagen nach Erken­nen der­sel­ben, schrift­lich unter Beschrei­bung des Man­gels anzu­zei­gen; andern­falls gilt die Leis­tung als geneh­migt. In die­sem Fall ist die Gel­tend­ma­chung von Gewähr­leis­tungs- und Scha­den­er­satz­an­sprü­chen sowie das Recht auf Irr­tums­an­fech­tung auf­grund von Män­geln aus­ge­schlos­sen.

12.2.   Bei gerecht­fer­tig­ter Män­gel­rü­ge wer­den die Män­gel in ange­mes­se­ner Frist beho­ben, wobei die Kund­schaft der Agen­tur alle zur Unter­su­chung und Män­gel­be­he­bung erfor­der­li­chen Maß­nah­men ermög­licht. Die Agen­tur ist berech­tigt, die Ver­bes­se­rung der Leis­tung zu ver­wei­gern, wenn die­se unmög­lich ist, oder für die Agen­tur mit einem unver­hält­nis­mä­ßig hohen Auf­wand ver­bun­den ist.

12.3.   Die Beweis­last­um­kehr gemäß § 924 ABGB zu Las­ten der Agen­tur ist ausgeschlossen.Es obliegt dem Auf­trag­ge­ber, die Über­prü­fung der Leis­tung auf ihre recht­li­che, ins­be­son­de­re wettbewerbs‑, marken‑, urhe­ber- und ver­wal­tungs­recht­li­che Zuläs­sig­keit durch­zu­füh­ren. Die Agen­tur ist nur zu einer Grob­prü­fung der recht­li­chen Zuläs­sig­keit ver­pflich­tet. Die Agen­tur haf­tet im Fal­le leich­ter Fahr­läs­sig­keit oder nach Erfül­lung einer all­fäl­li­gen Warn­pflicht gegen­über der Kund­schaft nicht für die recht­li­che Zuläs­sig­keit von Inhal­ten, wenn die­se vom der Kund­schaft vor­ge­ge­ben oder geneh­migt wur­den.

12.4.   Das Vor­lie­gen des Man­gels im Über­ga­be­zeit­punkt, der Zeit­punkt der Fest­stel­lung des Man­gels und die Recht­zei­tig­keit der Män­gel­rü­ge sind von der Kund­schaft zu bewei­sen.

12.5.   Scha­den­er­satz­an­sprü­che der Kund­schaft, ins­be­son­de­re wegen Ver­zugs, Unmög­lich­keit der Leis­tung, posi­ti­ver For­de­rungs­ver­let­zung, Ver­schul­dens bei Ver­trags­ab­schluss, man­gel­haf­ter oder unvoll­stän­di­ger Leis­tung, Män­gel­fol­ge­scha­dens oder wegen uner­laub­ter Hand­lun­gen sind aus­ge­schlos­sen, soweit sie nicht auf Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit der Agen­tur beru­hen.

12.6.   Jeder Scha­den­er­satz­an­spruch kann nur inner­halb von sechs Mona­ten ab Kennt­nis des Scha­dens gel­tend gemacht wer­den.

12.7.   Scha­den­er­satz­an­sprü­che sind der Höhe nach dem Auf­trags­wert exklu­si­ve Steu­ern begrenzt.

 

13.  Haf­tung und Pro­dukt­haf­tung

13.1 In Fäl­len leich­ter Fahr­läs­sig­keit ist eine Haf­tung der Agen­tur und die ihrer Ange­stell­ten, Auf­trag­neh­mer oder sons­ti­gen Erfül­lungs­ge­hil­fen („Leu­te“) für Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den der Kund­schaft aus­ge­schlos­sen, gleich­gül­tig ob es sich um unmit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Schä­den, ent­gan­ge­nen Gewinn oder Man­gel­fol­ge­schä­den, Schä­den wegen Ver­zugs, Unmög­lich­keit, posi­ti­ver For­de­rungs­ver­let­zung, Ver­schul­dens bei Ver­trags­ab­schluss, wegen man­gel­haf­ter oder unvoll­stän­di­ger Leis­tung han­delt. Das Vor­lie­gen von gro­ber Fahr­läs­sig­keit hat der Geschä­dig­te zu bewei­sen. Soweit die Haf­tung der Agen­tur aus­ge­schlos­sen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die per­sön­li­che Haf­tung ihrer „Leu­te“.

13.2 Jeg­li­che Haf­tung der Agen­tur für Ansprü­che, die auf Grund der von der Agen­tur erbrach­ten Leis­tung (z.B. Wer­be­maß­nah­me) gegen die Kund­schaft erho­ben wer­den, wird aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen, wenn die Agen­tur ihrer Hin­weis­pflicht nach­ge­kom­men ist oder eine sol­che für sie nicht erkenn­bar war, wobei leich­te Fahr­läs­sig­keit nicht scha­det. Ins­be­son­de­re haf­tet die Agen­tur nicht für Pro­zess­kos­ten, eige­ne Anwalts­kos­ten der Kund­schaft oder Kos­ten von Urteils­ver­öf­fent­li­chun­gen sowie für all­fäl­li­ge Scha­den­er­satz­for­de­run­gen oder sons­ti­ge Ansprü­che Drit­ter; die Kund­schaft hat die Agen­tur dies­be­züg­lich schad- und klag­los zu hal­ten.

13.3 Scha­dens­er­satz­an­sprü­che der Kund­schaft ver­fal­len in sechs Mona­ten ab Kennt­nis des Scha­dens; jeden­falls aber nach drei Jah­ren ab der Ver­let­zungs­hand­lung der Agen­tur. Scha­den­er­satz­an­sprü­che sind der Höhe nach mit dem Net­to-Auf­trags­wert begrenzt.

 

14. Kon­ven­tio­nal­stra­fe

Wird die Kund­schaft nach Beauf­tra­gung noch VOR der ers­ten Auf­trags-Prä­sen­ta­ti­on/­dem ers­ten Auf­trags-Mee­ting ver­trags­brü­chig, wird eine Kon­ven­tio­nal­stra­fe von 5.000 Euro exklu­si­ve gesetz­li­cher Umsatz­steu­er fäl­lig. Bei Ver­trags­bruch NACH der Auf­trags­prä­sen­ta­ti­on wird eine Kon­ven­tio­nal­stra­fe von 7.000 Euro exklu­si­ve gesetz­li­cher Umsatz­steu­er fäl­lig. Die Kund­schaft ver­zich­tet aus­drück­lich auf die Gel­tend­ma­chung des rich­ter­li­chen Mäßi­gungs­rech­tes.

 

15.  Daten­schutz

15.1.   Die Kund­schaft stimmt zu, dass sei­ne per­sön­li­chen Daten, näm­lich Name/Firma, Beruf, Geburts­da­tum, Fir­men­buch­num­mer, Ver­tre­tungs­be­fug­nis­se, Ansprech­per­son, Geschäfts­an­schrift und sons­ti­ge Adres­sen der Kund­schaft, Tele­fon­num­mer, Tele­fax­num­mer, E‑Mail-Adres­se, Bank­ver­bin­dun­gen, Kre­dit­kar­ten­da­ten, UID-Num­mer) zum Zwe­cke der Ver­trags­er­fül­lung und Betreu­ung der Kund­schaft sowie für eige­ne Wer­be­zwe­cke, bei­spiels­wei­se zur Zusen­dung von Ange­bo­ten, Wer­be­pro­spek­ten und News­let­ter (in Papier- und elek­tro­ni­scher Form), sowie zum Zwe­cke des Hin­wei­ses auf die zur Kund­schaft bestehen­de oder vor­ma­li­ge Geschäfts­be­zie­hung (Refe­renz­hin­weis) auto­ma­ti­ons­un­ter­stützt ermit­telt, gespei­chert und ver­ar­bei­tet wer­den.

15.2.   Der Auf­trag­ge­ber ist ein­ver­stan­den, dass ihm elek­tro­ni­sche Post zu Wer­be­zwe­cken bis auf Wider­ruf zuge­sen­det wird.

15.3.   Die­se Zustim­mung kann jeder­zeit schrift­lich mit­tels E‑Mail, Tele­fax oder Brief an die im Kopf der AGB ange­führ­ten Kon­takt­da­ten wider­ru­fen wer­den.

 

16.  Anzu­wen­den­des Recht

Der Ver­trag und alle dar­aus abge­lei­te­ten wech­sel­sei­ti­gen Rech­te und Pflich­ten sowie Ansprü­che zwi­schen der Agen­tur und der Kund­schaft unter­lie­gen dem öster­rei­chi­schen mate­ri­el­len Recht unter Aus­schluss sei­ner Ver­wei­sungs­nor­men und unter Aus­schluss des UN-Kauf­rechts.

 

17.  Erfül­lungs­ort und Gerichts­stand

17.1 Erfül­lungs­ort ist der Sitz der Agen­tur. Bei Ver­sand geht die Gefahr auf die Kund­schaft über, sobald die Agen­tur die Ware dem von ihr gewähl­ten Beför­de­rungs­un­ter­neh­men über­ge­ben hat.

17.2 Als Gerichts­stand für alle sich zwi­schen der Agen­tur und der Kund­schaft erge­ben­de Rechts­strei­tig­kei­ten im Zusam­men­hang mit die­sem Ver­trags­ver­hält­nis wird das für den Sitz der Agen­tur sach­lich zustän­di­ge Gericht ver­ein­bart. Unge­ach­tet des­sen ist die Agen­tur berech­tigt, die Kund­schaft an sei­nem all­ge­mei­nen Gerichts­stand zu kla­gen.

17.3  Soweit in die­sem Ver­trag auf natür­li­che Per­so­nen bezo­ge­ne Bezeich­nun­gen nur in männ­li­cher Form ange­führt sind, bezie­hen sie sich auf Frau­en und Män­ner in glei­cher Wei­se. Bei der Anwen­dung der Bezeich­nung auf bestimm­te natür­li­che Per­so­nen ist die jeweils geschlechts­spe­zi­fi­sche Form zu ver­wen­den.

 

 

Wien, 2020